Arbeiter-Samariter-Bund Regional Verband NordOst e.V.

Seit dem 13.07.1990 in Stralsund.

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Aktuelles

Aktuelles vom 04.09.2020

Mit dem September startet bundesweit für viele Azubis das erste Lehrjahr. In Zeiten von Corona ist eine Ausbildung nicht überall eine Selbstverständlichkeit. Beim Arbeiter-Samariter-Bund RV NORD-OST e.V. (ASB) fiel für fünf Lehrlinge am 01.09.2020 nun der Startschuss in ganz unterschiedlichen beruflichen Bereichen. Fünf junge Menschen mit sehr unterschiedlichen beruflichen Interessen und persönlichen Hintergründen - jedoch dem einheitlichen Gedanken, etwas für und mit Menschen „machen“ und helfen zu wollen. Sehr passend, wenn man sich den Slogan des Vereins „Wir helfen hier und jetzt“ auf der Zunge zergehen lässt. Angelina Brusch (18 Jahre/im Bild rechts), Ahmad Seijari (21 Jahre/im Bild Dritter von rechts) und Vivien Klawitter (20 Jahre/im Bild zweite von links) heuerten im Bereich Rettungsdienst des Vereins an und werden die nächsten 3 Jahre den Beruf des Notfallsanitäters/der Notfallsanitäterin erlernen. An ihrem ersten Tag lernten sie ihre Praxisanleiter*innen Andrè Erdmann (im Bild links), Petra Rohde (im Bild zweite von rechts), Madeleine Arndt-Liebert (im Bild dritte von links) kennen, die sie bis zum Prüfungstag begleiten, ihnen regelmäßig auf die Finger schauen aber vor allem partnerschaftlich mit Ihnen zusammenarbeiten werden, um das Beste aus den angehenden Notfallsanitäter*innen herauszuholen. Es ist erstaunlich wie fest entschlossen sich diese drei jungen Menschen, für einen Beruf entschieden haben, der sie möglicherweise auch an ihre persönlichen Grenzen bringen wird. „Daher ist es so wichtig, regelmäßig in den Austausch miteinander zu gehen.“, sagt Praxisanleiter André Erdmann, der schon einige Azubis begleitet hat. „Wir sehen in unserem Beruf viele Dinge, die verarbeitet werden wollen, und dazu sind Gespräche mit den Auszubildenden wichtig. Wir wollen und müssen wissen, wie es um unsere Jüngsten steht, um ihnen auch Hilfestellung geben und sie gut für ihren berufliche Weg vorbereiten zu können.“, sagt Erdmann. Während Angelina, Ahmad und Vivien schon in den nächsten Tagen die ersten Einsätze auf dem Rettungswagen beobachtend begleiten werden, wird Ayleen Sack (17 Jahre) in der Verwaltung des ASB zukünftig ihren Arbeitsplatz antreten. Ayleen Sack (Auszubildende Kauffrau für Büromanagement) Die Entscheidung für eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement wurde ihr insbesondere durch
ihre ehrenamtliche
Tätigkeit im Kinder-
und Jugendverband
der SJD „Die
Falken“ und darüber
hinaus durch ein
Praktikum in einem
Büro leicht gemacht.
Dort entdeckte sie
zum einen ihre
Freude am
Organisieren und
merkte auch, dass
ihr die Büroarbeit
sehr liegt. Ein Jahr
lang schrieb sie
bereits
Bewerbungen, die leider erfolglos blieben. Beim ASB bekam sie nun ihre Chance, ihre dreijährige Wunsch-Ausbildung zu starten. Schon vorab erfuhr sie von ihrer Azubi- Vorgängerin, die es nach der Prüfung nach Berlin verschlug, dass die Kollegen*innen sehr hilfsbereit im Umgang mit den Azubis sind. Neben der Ausbildungsbeauftragten, Anne Preetz, die sich engagiert und fürsorglich um die Verwaltungs-Azubis kümmert, stehen auch alle anderen Kollegen*innen der Verwaltung gerne mit Rat und Tat zur Seite. Darüber ist auch Ayleen sehr glücklich und schon jetzt froh darüber in dieser angenehmen und familiären Atmosphäre, aufgenommen worden zu sein. Einen gänzlich anderen beruflichen Wunsch hegte Lukas Berg (18 Jahre/Bildmitte) bereits vor einigen Jahren in der Schule. v.l.n.r. Ina Kaiser-Günther stellvertretende Leiterin Kita „Anne Frank“, Lukas Berg (Auszubildender Staatlich anerkannter Erzieher für 0-10 Jährige), Stephanie Bublitz (Mentorin und Erzieherin mit Bachelor Kindheitspädagogik Kita „Anne Frank“/Haus 1) Er wollte gerne Erzieher werden. Mit der neuen Ausbildungsmöglichkeit als Staatlich anerkannter Erzieher für 0-10jährige, beim ASB als Träger, hat er damit nicht nur seine Traum- Ausbildung gefunden, sondern beginnt dort, wo nach 1,5 Jahren sein Bundesfreiwilligendienst geendet hat nämlich in der Kita „Anne Frank“ als erster Erzieher-Azubi. Als Mentorin steht ihm hierfür Erzieherin Stephanie Bublitz (im Bild rechts) zur Seite. „Dieser berufliche Bildungsweg ist noch recht frisch und in Mecklenburg-Vorpommern erst seit dem Ausbildungsjahr 2017/2018 möglich. Die Azubis dieses Bildungsweges werden direkt bei einem Träger unter Vertrag genommen, erhalten eine Ausbildungsvergütung und besuchen eine berufliche Schule.“, sagt Bublitz. Der Vorteil des Ganzen: es gibt einen deutlich höheren Praxisanteil als bei der schulischen Ausbildung zum Erzieher/zur Erzieherin. „Wir als Träger begrüßen damit unseren ersten Auszubildenden zum Staatlich anerkannten Erzieher für 0-10jährige. Wir freuen uns sehr, dass wir Lukas bei uns haben und ihm auf diese Weise auch noch seinen Traum erfüllen können.“ Lukas ist froh, dass er in der Kita „Anne Frank“ jetzt als Auszubildender richtig starten kann und vor allem schon ein wenig eingewöhnt ist und seine „Kollegen*innen“ und die Kinder über die Zeit seines Bundesfreiwilligendienstes in der Kita bereits gut kennenlernen konnte. Fünf aufgeschlossene, sympathische und gewillte junge Menschen gehören nun zum Team des 250 Mitarbeiter*innen zählenden gemeinnützig tätigen Vereins, der in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag feiert. Eine Übernahmegarantie gibt es zwar zu Beginn der Ausbildung nicht – Fakt ist jedoch, dass in der Vergangenheit regelmäßig im Verein ausgebildete Fachkräfte übernommen wurden. Grund dafür: stetiges Wachstum, das scheinbar keine Grenzen kennt. weiterlesen »

Ausbildungsstart beim ASB im September Fünf...

Aktuelles vom 13.07.2020

Die lang geplanten Feierlichkeiten rund um das Jubiläum des Arbeiter- Samariter-Bund RV NORD-OST e.V. (ASB) mussten in diesem Jahr aufgrund der Virus-Situation entfallen. Ein besonderer Umstand, der jedoch besondere Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten lassen sollte. Das Jahr 2020 ist für alle ein besonderes. Der Umgang mit dem Corona- Virus hat viele Einschränkungen und Änderungen mit sich gebracht Dennoch gibt es auch in diesem Jahr besondere Ereignisse, die nicht vergessen, sondern, vielleicht gerade aufgrund der Krise, ins Rampenlicht gerückt werden müssen. Der 30. Geburtstag des Arbeiter-Samariter-Bundes Regionalverband NORD-OST e.V. zählt zu diesen besonderen Ereignissen. Seit drei Jahrzehnten sind die Samariterinnen und Samariter in Stralsund und auch im Landkreis Vorpommern-Rügen aktiv unterwegs und für viele Menschen eine wichtige Stütze. Egal ob z.B. Altenpflege, Kinderbetreuung, Fahrdienst oder Alltagslotse – der gemeinnützig tätige Verein ist ein fester Bestandteil der Region. Im Haupt- und Ehrenamt (z.B. Rettungshundestaffel, Krisenintervention, Katastrophenschutz) kümmern sich mehr als 300 Menschen als sozialer Dienstleister um die Bedürfnisse fast aller Altersgruppen. Teilweise rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr und immer unter dem Motto „Wir helfen hier und jetzt.“ In diesem herausfordernden Jahr ist auch der ASB ein wertvoller Helfer für die Gesellschaft. Mehr denn je wurde der Blick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solcher – nunmehr systemrelevanter – Berufe gerichtet, die trotz der Krise und der damit verbundenen Gefahren täglich ihren Dienst am Menschen verrichten und ihren Beruf als Berufung verstehen. Gedacht sei hier z.B. insbesondere an die Mitarbeiter*innen der ambulanten Pflege und des Rettungsdienstes. Ihr täglicher Einsatz auf Abstand oder im Home-Office schlecht vorstellbar und gar nicht möglich. Dank und Applaus sind hier eine freundliche und gut gemeinte Geste - jedoch nicht ausreichend. Dies ist gesellschaftlich und politisch in den letzten Wochen mehr als deutlich geworden. Ob dies tatsächlich auch in das Bewusstsein vieler Entscheidungsträger*innen, insbesondere auf bundespolitischer Ebene, gelangt ist, bleibt abzuwarten. Der ASB Bundesverband und der Paritätische Wohlfahrtsverband kämpfen bereits seit einigen Jahren u.a. für eine deutlich bessere Entlohnung in der Pflege und im Bereich der Erziehung. Es ist bedauerlich und kaum vorstellbar, dass jedoch erst durch den Druck der aktuellen Krise ein Handeln der politischen Entscheidungsträger*innen mehr in den Fokus gerückt ist. Es geht nicht darum, Lorbeeren zu ernten, für Tätigkeiten, die tagtäglich mit viel Engagement und Herzblut von Menschen für Menschen verrichtet werden, sondern eher um eine Wertschätzung dieser Berufe, die sich sehr deutlich auch in einer adäquaten und vor allem realitätsnahen Entlohnung ausdrücken muss. Der ASB RV NORD-OST e.V. hat an den vergangenen Jahren selbst aktiv daran gearbeitet die Löhne für seine Mitarbeiter*innen in den verschiedensten Leistungsbereichen weiter zu entwickeln. In kleinen Schritten sind hier Erfolge gelungen, die jedoch in vielen Leistungsbereichen immer in Abhängigkeit der Unterstützungsbereitschaft der Verhandlungspartner*innen, wie z.B. Krankenkassen, stehen. Ein interessanter und attraktiver Arbeitgeber zu sein, ist dem ASB ebenfalls wichtig. So kümmert sich der Verein regelmäßig um die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen und nimmt diese ernst. Wichtige Säulen sind in diesem Zusammenhang die Entwicklung und Etablierung eines Betriebliches Gesundheitsmanagements und die Auszeichnungen der Hansestadt Stralsund zum Familienfreundlichen Unternehmen. Fakt ist, dass ohne die Mitarbeiter*innen des Vereins – egal ob ihre Tätigkeit als systemrelevant gilt oder nicht – eine derartige Entwicklung des Vereins nicht möglich gewesen wäre. Der große Dank des Vereins gilt somit all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für 30 Jahre Standhaftigkeit, Loyalität, Herzblut und Vertrauen. Text: Cindy Fedor/ ASB RV NORD-OST e.V. weiterlesen »

Drei Jahrzehnte Arbeiter-Samariter-Bund im...

Aktuelles vom 23.06.2020

Telenotarzt-System im Landkreis Vorpommern-Rügen mit bislang 100 Einsätzen Seit Mitte 2019 ist das Telenotarzt-System auch im Landkreis Vorpommern-Rügen aktiv. 100 Einsätze sind seitdem mit Unterstützung erfahrener Notärzte der Universitätsmedizin Greifswald online durchgeführt worden, und immer mehr Rettungswagen im Landkreis werden an das System angeschlossen. Auch die Rettungswagen des Arbeiter-Samariter- Bundes RV NORD-OST e.V. (ASB) in Stralsund und Prerow sind bereits technisch eingebunden. Im Ergebnis ist das System ein wertvoller Zeitspender insbesondere zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und Verbesserung der Hilfsfrist außerhalb der Städte. Als die 82jährige Inge M. in ihrer Wohnung in Prerow stürzt, kann sie ihr Bein kaum bewegen und klagt über starke Schmerzen. Keine zehn Minuten später treffen die von den Angehörigen alarmierten Rettungskräfte des ASB bei der Verletzten ein. Schnell verschaffen sie sich einen Überblick über den Zustand der Patientin und das Unfallgeschehen. Klar ist, dass Inge M. einen Schenkelhalsbruch erlitten hat und ein Transport in ein Krankenhaus dringend notwendig ist. Die starken Schmerzen der Patientin machen jedoch ein Umlagern von ihrem Bett auf die Vakuummatratze und somit den Transport unmöglich. Nur die Gabe von Schmerzmitteln kann nun helfen. An dieser Stelle endet jedoch die Entscheidungsbefugnis der Einsatzkräfte. Wenn es z.B. um die Gabe von bestimmten Medikamenten geht, obliegt es nur einem Arzt, notwendige Medikamente zu verabreichen. Bis jedoch der in Barth stationierte Notarzt bei der Patientin eintreffen könnte, würden etwa 20 Minuten vergehen. Wertvolle Zeit, die jetzt verloren ginge und der Patientin eine empfundene unendlich lange Wartezeit voller Schmerzen bescheren würde bzw. Zeit, die wiederum bei einem anderen Notfall fehlen würde. Schnelles Handeln ist notwendig, und so entscheiden sich die Rettungskräfte dafür, den Telenotarzt anzurufen und um Unterstützung und Handlungsanweisung zu bitten. Seit Juli 2019 wird auch im Landkreis Vorpommern-Rügen das Telenotarzt-System eingesetzt. Dabei geht es darum, dass Notärzte in bestimmten Notfällen, nicht physisch zugegen sind, sondern online via Mobilfunk und Video-Verbindung die Rettungskräfte am Einsatzort unterstützen – z.B.: wenn es eben um die Gabe von Medikamenten geht, die nicht von den Einsatzkräften verabreicht werden dürfen. Im Falle von Inge M. tauschen sich der diensthabende Telenotarzt, mit Sitz in Greifswald, und die Rettungskräfte vor Ort online über den Zustand der Patientin aus. Dazu zählt, dass die Vitaldaten der Patientin über modernste Medizin-Technik, wie z.B. das EKG/Defibrillator Corpus C3, direkt an den agierenden Telenotarzt übermittelt werden. Auch eine Begutachtung der Patienten im Rettungswagen per Video wäre möglich und hilft dem Telenotarzt bei seiner Einschätzung. All dies versetzt ihn in die Lage, die notwendigen Anweisungen an die Einsatzkräfte weiterzugeben. Inge M. erhält auf diese Art genauso die dringend notwendigen Schmerzmittel, die die Umlagerung und den Transport in ein Krankenhaus ermöglichen, als wäre der Notarzt selbst zugegen gewesen. Während die Rettungskräfte die Patientin nun für den Transport vorbereiten können, klärt der Telenotarzt bereits, welches Krankenhaus angefahren werden kann. Bei der Auswahl des Krankenhauses müssen u. a., der Patientenbefund und die Krankenhaus- Kapazitäten berücksichtigt werden. Auch ein Arzt-zu-Arzt-Gespräch mit der Übermittlung der protokollierten Patientendaten erfolgt bereits durch den Telenotarzt während der Fahrt zum Krankenhaus. Wieder wird wertvolle Zeit eingespart, die ggf. für einen weiteren Einsatz dringend gebraucht wird. Im Krankenhaus angekommen, übergeben die Rettungskräfte die Patientin, die nun weiterversorgt werden kann. Für die Einsatzkräfte ist das Telenotarzt-System ein Gewinn. Auch wenn der Austausch mit dem Notarzt via Telemedizin einer gewissen Eingewöhnung bedarf, überwiegen die Vorteile. Insbesondere schnelle Handlungsmöglichkeiten und kürzere Einsatzzeiten werden wertgeschätzt. In der hiesigen ländlichen Umgebung, mit einer geringen Bevölkerungsdichte und längeren Fahrwegen in ein Krankenhaus ist es wichtig, mit dem Faktor Zeit sorgsam umzugehen. Gerade in den Sommermonaten steigt die Zahl der Gäste auch im Landkreis Vorpommern-Rügen und damit auch die Frequenz der Rettungsdiensteinsätze. Die Telemedizin spielt hier eine entlastende Rolle. Umso erfreulicher ist es, dass auch in Zingst in Kürze ein Telemedizin-Fahrzeug eingesetzt wird. Text: Cindy Fedor/ ASB RV NORD-OST e.V.Foto: Cindy Fedor/ ASB RV NORD-OST e.V. weiterlesen »

Telemedizin auch beim ASB an Bord

Der Arbeiter-Samariter-Bund in Nordvorpommern Ruegen.

Der Arbeiter-Samariter-Bund in Nordvorpommern Ruegen.