Arbeiter-Samariter-Bund Regional Verband NordOst e.V.

Seit dem 13.07.1990 in Stralsund.

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Aktuelles

Aktuelles vom 13.07.2020

Die lang geplanten Feierlichkeiten rund um das Jubiläum des Arbeiter- Samariter-Bund RV NORD-OST e.V. (ASB) mussten in diesem Jahr aufgrund der Virus-Situation entfallen. Ein besonderer Umstand, der jedoch besondere Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten lassen sollte. Das Jahr 2020 ist für alle ein besonderes. Der Umgang mit dem Corona- Virus hat viele Einschränkungen und Änderungen mit sich gebracht Dennoch gibt es auch in diesem Jahr besondere Ereignisse, die nicht vergessen, sondern, vielleicht gerade aufgrund der Krise, ins Rampenlicht gerückt werden müssen. Der 30. Geburtstag des Arbeiter-Samariter-Bundes Regionalverband NORD-OST e.V. zählt zu diesen besonderen Ereignissen. Seit drei Jahrzehnten sind die Samariterinnen und Samariter in Stralsund und auch im Landkreis Vorpommern-Rügen aktiv unterwegs und für viele Menschen eine wichtige Stütze. Egal ob z.B. Altenpflege, Kinderbetreuung, Fahrdienst oder Alltagslotse – der gemeinnützig tätige Verein ist ein fester Bestandteil der Region. Im Haupt- und Ehrenamt (z.B. Rettungshundestaffel, Krisenintervention, Katastrophenschutz) kümmern sich mehr als 300 Menschen als sozialer Dienstleister um die Bedürfnisse fast aller Altersgruppen. Teilweise rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr und immer unter dem Motto „Wir helfen hier und jetzt.“ In diesem herausfordernden Jahr ist auch der ASB ein wertvoller Helfer für die Gesellschaft. Mehr denn je wurde der Blick auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solcher – nunmehr systemrelevanter – Berufe gerichtet, die trotz der Krise und der damit verbundenen Gefahren täglich ihren Dienst am Menschen verrichten und ihren Beruf als Berufung verstehen. Gedacht sei hier z.B. insbesondere an die Mitarbeiter*innen der ambulanten Pflege und des Rettungsdienstes. Ihr täglicher Einsatz auf Abstand oder im Home-Office schlecht vorstellbar und gar nicht möglich. Dank und Applaus sind hier eine freundliche und gut gemeinte Geste - jedoch nicht ausreichend. Dies ist gesellschaftlich und politisch in den letzten Wochen mehr als deutlich geworden. Ob dies tatsächlich auch in das Bewusstsein vieler Entscheidungsträger*innen, insbesondere auf bundespolitischer Ebene, gelangt ist, bleibt abzuwarten. Der ASB Bundesverband und der Paritätische Wohlfahrtsverband kämpfen bereits seit einigen Jahren u.a. für eine deutlich bessere Entlohnung in der Pflege und im Bereich der Erziehung. Es ist bedauerlich und kaum vorstellbar, dass jedoch erst durch den Druck der aktuellen Krise ein Handeln der politischen Entscheidungsträger*innen mehr in den Fokus gerückt ist. Es geht nicht darum, Lorbeeren zu ernten, für Tätigkeiten, die tagtäglich mit viel Engagement und Herzblut von Menschen für Menschen verrichtet werden, sondern eher um eine Wertschätzung dieser Berufe, die sich sehr deutlich auch in einer adäquaten und vor allem realitätsnahen Entlohnung ausdrücken muss. Der ASB RV NORD-OST e.V. hat an den vergangenen Jahren selbst aktiv daran gearbeitet die Löhne für seine Mitarbeiter*innen in den verschiedensten Leistungsbereichen weiter zu entwickeln. In kleinen Schritten sind hier Erfolge gelungen, die jedoch in vielen Leistungsbereichen immer in Abhängigkeit der Unterstützungsbereitschaft der Verhandlungspartner*innen, wie z.B. Krankenkassen, stehen. Ein interessanter und attraktiver Arbeitgeber zu sein, ist dem ASB ebenfalls wichtig. So kümmert sich der Verein regelmäßig um die Bedürfnisse der Mitarbeiter*innen und nimmt diese ernst. Wichtige Säulen sind in diesem Zusammenhang die Entwicklung und Etablierung eines Betriebliches Gesundheitsmanagements und die Auszeichnungen der Hansestadt Stralsund zum Familienfreundlichen Unternehmen. Fakt ist, dass ohne die Mitarbeiter*innen des Vereins – egal ob ihre Tätigkeit als systemrelevant gilt oder nicht – eine derartige Entwicklung des Vereins nicht möglich gewesen wäre. Der große Dank des Vereins gilt somit all seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für 30 Jahre Standhaftigkeit, Loyalität, Herzblut und Vertrauen. Text: Cindy Fedor/ ASB RV NORD-OST e.V. weiterlesen »

Drei Jahrzehnte Arbeiter-Samariter-Bund im...

Aktuelles vom 23.06.2020

Telenotarzt-System im Landkreis Vorpommern-Rügen mit bislang 100 Einsätzen Seit Mitte 2019 ist das Telenotarzt-System auch im Landkreis Vorpommern-Rügen aktiv. 100 Einsätze sind seitdem mit Unterstützung erfahrener Notärzte der Universitätsmedizin Greifswald online durchgeführt worden, und immer mehr Rettungswagen im Landkreis werden an das System angeschlossen. Auch die Rettungswagen des Arbeiter-Samariter- Bundes RV NORD-OST e.V. (ASB) in Stralsund und Prerow sind bereits technisch eingebunden. Im Ergebnis ist das System ein wertvoller Zeitspender insbesondere zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und Verbesserung der Hilfsfrist außerhalb der Städte. Als die 82jährige Inge M. in ihrer Wohnung in Prerow stürzt, kann sie ihr Bein kaum bewegen und klagt über starke Schmerzen. Keine zehn Minuten später treffen die von den Angehörigen alarmierten Rettungskräfte des ASB bei der Verletzten ein. Schnell verschaffen sie sich einen Überblick über den Zustand der Patientin und das Unfallgeschehen. Klar ist, dass Inge M. einen Schenkelhalsbruch erlitten hat und ein Transport in ein Krankenhaus dringend notwendig ist. Die starken Schmerzen der Patientin machen jedoch ein Umlagern von ihrem Bett auf die Vakuummatratze und somit den Transport unmöglich. Nur die Gabe von Schmerzmitteln kann nun helfen. An dieser Stelle endet jedoch die Entscheidungsbefugnis der Einsatzkräfte. Wenn es z.B. um die Gabe von bestimmten Medikamenten geht, obliegt es nur einem Arzt, notwendige Medikamente zu verabreichen. Bis jedoch der in Barth stationierte Notarzt bei der Patientin eintreffen könnte, würden etwa 20 Minuten vergehen. Wertvolle Zeit, die jetzt verloren ginge und der Patientin eine empfundene unendlich lange Wartezeit voller Schmerzen bescheren würde bzw. Zeit, die wiederum bei einem anderen Notfall fehlen würde. Schnelles Handeln ist notwendig, und so entscheiden sich die Rettungskräfte dafür, den Telenotarzt anzurufen und um Unterstützung und Handlungsanweisung zu bitten. Seit Juli 2019 wird auch im Landkreis Vorpommern-Rügen das Telenotarzt-System eingesetzt. Dabei geht es darum, dass Notärzte in bestimmten Notfällen, nicht physisch zugegen sind, sondern online via Mobilfunk und Video-Verbindung die Rettungskräfte am Einsatzort unterstützen – z.B.: wenn es eben um die Gabe von Medikamenten geht, die nicht von den Einsatzkräften verabreicht werden dürfen. Im Falle von Inge M. tauschen sich der diensthabende Telenotarzt, mit Sitz in Greifswald, und die Rettungskräfte vor Ort online über den Zustand der Patientin aus. Dazu zählt, dass die Vitaldaten der Patientin über modernste Medizin-Technik, wie z.B. das EKG/Defibrillator Corpus C3, direkt an den agierenden Telenotarzt übermittelt werden. Auch eine Begutachtung der Patienten im Rettungswagen per Video wäre möglich und hilft dem Telenotarzt bei seiner Einschätzung. All dies versetzt ihn in die Lage, die notwendigen Anweisungen an die Einsatzkräfte weiterzugeben. Inge M. erhält auf diese Art genauso die dringend notwendigen Schmerzmittel, die die Umlagerung und den Transport in ein Krankenhaus ermöglichen, als wäre der Notarzt selbst zugegen gewesen. Während die Rettungskräfte die Patientin nun für den Transport vorbereiten können, klärt der Telenotarzt bereits, welches Krankenhaus angefahren werden kann. Bei der Auswahl des Krankenhauses müssen u. a., der Patientenbefund und die Krankenhaus- Kapazitäten berücksichtigt werden. Auch ein Arzt-zu-Arzt-Gespräch mit der Übermittlung der protokollierten Patientendaten erfolgt bereits durch den Telenotarzt während der Fahrt zum Krankenhaus. Wieder wird wertvolle Zeit eingespart, die ggf. für einen weiteren Einsatz dringend gebraucht wird. Im Krankenhaus angekommen, übergeben die Rettungskräfte die Patientin, die nun weiterversorgt werden kann. Für die Einsatzkräfte ist das Telenotarzt-System ein Gewinn. Auch wenn der Austausch mit dem Notarzt via Telemedizin einer gewissen Eingewöhnung bedarf, überwiegen die Vorteile. Insbesondere schnelle Handlungsmöglichkeiten und kürzere Einsatzzeiten werden wertgeschätzt. In der hiesigen ländlichen Umgebung, mit einer geringen Bevölkerungsdichte und längeren Fahrwegen in ein Krankenhaus ist es wichtig, mit dem Faktor Zeit sorgsam umzugehen. Gerade in den Sommermonaten steigt die Zahl der Gäste auch im Landkreis Vorpommern-Rügen und damit auch die Frequenz der Rettungsdiensteinsätze. Die Telemedizin spielt hier eine entlastende Rolle. Umso erfreulicher ist es, dass auch in Zingst in Kürze ein Telemedizin-Fahrzeug eingesetzt wird. Text: Cindy Fedor/ ASB RV NORD-OST e.V.Foto: Cindy Fedor/ ASB RV NORD-OST e.V. weiterlesen »

Telemedizin auch beim ASB an Bord

Aktuelles vom 02.06.2020

Klasse2000 ist ein Programm, dass die Gesundheitsförderung von Grundschülerinnen und Grundschüler unterstützt.Der Arbeiter-Samariter-Bund RV NORD-OST e.V.(ASB)hat dafür eine Gesundheitsförderinausgebildet, die das Programm an der Grundschule in Velgast umsetzt. Unterricht mal anders. Draußen, bei Sonnenschein und Vogelgezwitscher. Die zehn Mädchen der 1. Klasse der Velgaster Grundschule sind ein wenig irritiert, als ihre Klassenleiterin und Direktorin, Frau Sperling, sie auf den Schulhof bittet. Ein Stuhlkreis ist aufgestellt selbstverständlich mit ausreichend Abstandentsprechend der Corona-Regeln. Eine junge,fröhliche Frau erwartet die Kinder mit einem strahlenden Lächeln. Katja Schlenker, Ausbilderin für Erste Hilfe beim ASB RV NORD-OST e.V., startet an diesem Tag in der 1.Klasse das Programm „Klasse2000“, das bundesweit größte Programm zur Gesundheitsförderung, Sucht-und Gewaltvorbeugung im Grundschulalter, das 1991 am Klinikum Nürnberg entwickelt wurde. Bis heute konnten über dieses Programm über 1,6 Millionen Kinder in ganz Deutschland erreichtwerden. Der ASBhat sich diesem Programm angeschlossen, um die Gesundheitsförderung der Grundschulkinder durch eigenes Wissen und langjährige Erfahrungen zu unterstützen. Als ausgebildete Gesundheitsförderinist Katja Schlenker im Rahmen dieses Programms so auch an der Grundschule Velgast unterwegs. Sie möchte den Forschergeist der Kinder der Klassen 1 - 4 wecken und ihnen altersgerecht und spielerisch erklären, wie wichtig es ist,gesund zu seinundihnenbewusst zu machen, dass auch sie schonetwas für ihre Gesundheit tun können. Dazu zählt auch, ihnendie Funktionen des Körpers zu vermitteln und ihnen zu zeigen,wie ihnen der Umgang mit ihren Gefühlen oder mitStress gelingen kann. Katja Schlenker hat zurUnterstützung das Klasse2000-Maskottchen KLAROund seine Freundin Klara mitgebracht. Die Puppen helfenihrheute dabei,der 1. Klasse das Thema „Atmung“ näher zu bringen. Gemeinsam gehen sie dabei mit den Kindern auf eine Lernreise und klären Fragen, wie z.B.: Welchen Weg nimmt die Luft durch unseren Körper? Wie hängen Atmung und Bewegung zusammen? Wie gelingt es mir, ruhiger zu werden, wenn ich aufgeregt bin, und mein Atem viel schneller geht? Und damit all diese ernsten Fragen eine kindgerechte Leichtigkeit erhalten, kommen bei KLAROund Klara immer wieder kleine Bewegungseinheiten mit Musik zum Einsatz.Die Mädchen haben Spaß an diesem etwas anderen Unterricht im Freien,und freuen sich über den lustige KLARO und seine Freundin. Drei Unterrichtseinheiten pro Schuljahr und Klasse nutzt Katja Schlenker im Rahmen des Programms, umdie fünf großen Themen von Klasse2000 mit den Kindern und Lehrern*innen über 4 Jahre zu erarbeiten: Gesund essen & trinken Bewegen & Entspannen Sich selbst mögen & Freunde haben Probleme & Konflikte lösen Kritisch denken & Nein-Sagen z.B. zu Tabak, Alkohol und Gruppendruck Dabei nutzendie Lehrer*innen, die Zeit zwischen den Besuchen der Gesundheitsförderingemeinsam mit den Kindern, um diese Themen selbstständigweiterzu verfolgen undsie in den Unterricht mit einzubauen. Viele Arbeits-, Bastelmaterialien undAnregungenwerden ihnen dafür vom Programm zur Verfügung gestellt. Und nachdem an diesem Tag für die 1. Klasse der Startschuss für „Klasse 2000“fiel, brachte Gesundheitsförderin Katja Schlenker das Programm in der 4. Klasseder Grundschule Velgast am gleichen Tag zum Abschluss. All die vielen Tipps, die der lustige BegleiterKLAROin den letzten Jahren für die Kinder parat hatte, wie z.B. KLAROS-Sport-Spaß, KLAROS-Zauberformel oder KLAROS-Pausenspaß wurden noch einmal in Erinnerung gebracht. Zum Abschlussgab es für alle Gesundheitsforscher*innen der 4. Klasse und ihre Klassenleiterin, Frau Swantusch, die KLARO-Abschiedsplakette.Sie soll die Kinder an eine wertvolle Zeit rund um das Thema Gesundheit in der Grundschule erinnern. Gesundheitsförderin Katja Schlenker ist mit den PuppenKLARO und Klara im Einsatz, um den Grundschüler*inneneinen altersgerechten Blick auf die Gesundheit zu vermitteln. Text: Cindy Fedor/ ASB RV NORD-OST e.V.Foto: Cindy Fedor/ ASB RV NORD-OST e.V. weiterlesen »

... unterstützt Programm...

Der Arbeiter-Samariter-Bund in Nordvorpommern Ruegen.

Der Arbeiter-Samariter-Bund in Nordvorpommern Ruegen.